Antike Steinbau-Technik in Ephesos

Wie entsteht eine prächtige Fassade?

In diesem Beitrag zeigen wir dir, wie man vor 2000 Jahren prächtige Gebäude gebaut hat … und das ganz ohne Mörtel, nur mit handwerklichem Geschick! Schau dir die einzelnen Arbeitsschritte von diesem antiken Gebäude an: vom Steinbruch bis zum Zusammenbau der Fassade.

Übrigens: Das Gebäude auf dem Bild ist die Bibliothek des Celsus. Sie steht in einer uralten, berühmten Stadt namens Ephesos, die heute in der Türkei liegt. Damals gehörte die Stadt zum riesigen Römischen Reich. Celsus war ein sehr wichtiger römischer Beamter. Als er starb, baute man im 2. Jahrhundert diese Bibliothek, um ihn zu ehren. Sie ist also eine Art Denkmal – und sein Grab liegt sogar in einer geheimen Kammer direkt unter dem Gebäude!

mit Zeichnungen von Isabella Marboe


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12 +Dieser Beitrag ist gut für Kinder ab 12 Jahren geeignet.
  • Eine Person bückt sich zu einem großen Felsbrocken im Steinbruch hinunter, um ihn zu begutachten

    I. Im Steinbruch

    Für die Vorderseite der Bibliothek, die „Fassade“, wurden mehr als 700 große Steine aus dem Felsen im Steinbruch gebrochen. Erfahre hier, welches Werkzeug die Arbeiter dafür nutzen und welche Tricks sie anwandten.

  • Ein Felsbocken in L-Form, in den zwei Löcher gebohrt wurden

    II. Auf der Baustelle

    Das Gebäude hat man ohne Mörtel in den Fugen hergestellt. Jede Fläche musste glatt und exakt an die Nachbarsteine angepasst werden. Daher konnten keine fertigen Bausteine verwendet werden.

  • Sichel- und hakenförmiges Werkzeug liegt auf einem weißen Kalkstein

    III. Die Steinbearbeitung

    Nachdem die Steine angepasst wurden, hat man sie nochmals bearbeitet, um sie zu verzieren und stabil aneinanderbauen zu können.

  • Verzierter Stein hängt in der Luft auf einem Haken

    IV. Versetzen der Bauteile

    Die Steine erhielten ihre endgültige Form erst direkt beim Zusammenbauen!

  • rötlich-weiße Felsbrocken, die abgeschliffen wurden, liegen aufeinander und bilden eine ebene Mauerfläche

    V. Der Feinschliff

    Nun geht’s an die Feinarbeit: Hier kannst du nachlesen, wie die Arbeiter das Gebäude verziert und dekoriert haben!

  • Buchstabensalat: Illustration von Buchstaben in einer Salatschüssel

    Buchstabensalat

    Finde die versteckten Wörter!

  • Steckbrief: Wissenschafter*in

    Name:
    Gudrun Styhler-Aydın
    Studium/Ausbildung:
    Architektur und Bauingenieurswesen
    Institution:
    Österreichische Akademie der Wissenschaften – Österreichisches Archäologisches Institut
    Forschungsgebiet:
    Historische Bauforschung, Architekturgeschichte, Bautechnikgeschichte, Kulturerbestudien
    Hobbys & Interessen:
    Zeichnen, Fotografie, Reisen zu Kulturerbestätten, Lesen
    Mein Arbeitsplatz:
    Draußen forsche ich an den historischen Gebäuden und drinnen im Institut werte ich die Befunde aus!
  • Steckbrief: Wissenschafter*in

    Name:
    Friedmund Hueber
    Studium/Ausbildung:
    Architektur, Ziviltechniker
    Institution:
    TU Wien
    Forschungsgebiet:
    Archäologische Bauforschung und Denkmalpflege
    Hobbys & Interessen:
    Geschichte und Technik
    Weitere Infos zur Person:
    Denkmalpflege und Bauforschung an 19 archäologischen Stätten
    Logo Technische Universität Wien
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